Korfu hat keinen einzelnen bekanntesten Strand, sondern viele unterschiedliche Küstenabschnitte, die sich je nach Region deutlich unterscheiden: breite Sandstrände im Norden, versteckte Buchten im Nordwesten, Kiesstrände im Osten und ruhigere Orte im Süden. Die folgende Übersicht ordnet die am besten belegten Strände nach Himmelsrichtung.
Sand oder Kies: ein kurzer Überblick
Die Insel ist geologisch zweigeteilt: An der Nord- und Nordwestküste überwiegen feine Sandstrände, oft begleitet von Sandstein- oder Lehmklippen wie bei Sidari. An der Ost- und Südostküste wechseln sich Kies- und Sandabschnitte ab, häufig in kleineren, geschützten Buchten zwischen bewaldeten Hängen. Diese Unterschiede hängen mit der Küstenlinie zusammen: Während der Norden und Westen der offenen See zugewandt sind und so feineres Material anspülen, liegen viele Buchten im Osten windgeschützt zwischen Olivenhainen und Zypressen.
Norden: Sidari und Acharavi
Sidari an der Nordküste besteht im Wesentlichen aus einer einspurigen Durchfahrtsstraße mit Hotels, Läden und Tavernen. Der lange weiße Sandstrand ist von Lehm- und Sandsteinklippen sowie tiefen Fjorden geprägt und bietet laut Wikipedia gute Bade- und Surfmöglichkeiten. Häfen gibt es an der Nordküste nicht. Am Ende des Strandes liegt der Canal d’Amour, ein natürlicher Felstunnel, der zwei kleine Buchten verbindet.
Acharavi, seit 2019 Verwaltungssitz der Gemeinde Voria Kerkyra, liegt rund 36 Kilometer von Korfu-Stadt entfernt. Die Attraktion des ehemaligen Fischerdorfs ist ein sieben Kilometer langer, breiter und flach abfallender Sand-Kies-Strand, der als gepflegter Naturstrand gilt und alle gängigen Wassersportmöglichkeiten bietet. Die Strände rund um Acharavi erhielten laut Wikipedia aufgrund ihrer Sauberkeit mehrfach die europäische Blaue Flagge. Hinter dem Strand liegt ein noch weitgehend ursprüngliches, grünes Hinterland mit Blick auf das über 900 Meter hohe Pantokrator-Massiv.
Foto: Roquai, Public Domain, via Wikimedia Commons
Nordwesten: Agios Georgios und Porto Timoni
Der Gemeindebezirk Agios Georgios liegt rund 35 Kilometer von Korfu-Stadt entfernt im Nordwesten der Insel. Die Bucht von Agios Georgios hat einen drei Kilometer langen Sandstrand und ist bei Individualtouristen und Familien beliebt. Mehr zur Region und ihren Dörfern steht im Beitrag zu Agios Georgios.
Rund zwei Kilometer westlich liegt Porto Timoni, eine als Zwillingsbucht geformte Doppelbucht mit insgesamt drei Stränden: dem eigentlichen Porto-Timoni-Strand an der Südseite, dem sogenannten Piraten-Strand an der Nordseite und einem weiteren Strand an der Halbinsel Akra Arilla. Porto Timoni ist nicht mit dem Auto erreichbar, der unbefestigte Fußweg von Afionas aus ist einschließlich einiger Kletterpartien etwa einen Kilometer lang.
Westen: Paleokastritsa und Agios Gordios
Das Gebiet um Paleokastritsa besteht aus zwei Halbinseln und fünf Buchten, deren Panorama vom Bergdorf Lakones aus am besten zu überblicken ist. Ein Ortszentrum gibt es nicht, Hotels, Häuser und Tavernen liegen verstreut zwischen Olivenbäumen und Zypressen. Von der Bucht Agios Spyridon starten Bootsausflüge zu kleinen Grotten der Umgebung.
Weiter südlich liegt Agios Gordios, ein Dorf im Gemeindebezirk Achillio mit sandiger Bucht, das als Ferienort bekannt ist. Die Nachbarorte sind Sinarades im Norden und Kato Garouna im Süden. Laut Wikipedia soll der Musiker Freddie Mercury den Ort mehrfach besucht haben, das Hotel und Hostel „The Pink Palace“ erhielt seinen Namen angeblich von ihm.
Foto: Kritzolina, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Osten: Benitses und Gouvia
Benitses liegt rund zwölf Kilometer südlich von Korfu-Stadt zwischen dem Meer und den Bergen Aghii Deka und Stavros. Das ehemalige Fischerdorf liegt an einer geschützten Bucht mit ruhigem, klarem Wasser, die sich laut Wikipedia gut zum Schwimmen, Schnorcheln und für Bootstouren eignet. Die Strände von Benitses sind eine Mischung aus Kies und Sand, gesäumt von Tamarisken und anderer mediterraner Vegetation.
Foto: Kritzolina, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Nördlich von Korfu-Stadt, etwa acht Kilometer entfernt, liegt Gouvia an einem natürlichen Naturhafen. Die Lage macht den Ort laut Wikipedia zum idealen Standort für den größten Jachthafen der Insel. Der Badestrand selbst ist ein einzelner, kleiner Kiesstrand in der Mitte der Bucht.
Süden: Kavos und Gardenos
Kavos im Südosten gehört zum Stadtbezirk Lefkimmi der Gemeinde Notia Kerkyra und zählte 2011 laut Wikipedia 685 Einwohner. Der touristisch geprägte Ort liegt direkt am Strand. Weiter westlich, rund fünf Kilometer von Lefkimmi entfernt, liegt der Sandstrand von Gardenos im Süden der Insel.
Im Südwesten der Insel schließt sich die Korission-Lagune an die Küste an, ein Feucht- und Lagunengebiet, das laut Wikipedia zu den wichtigsten Lebensräumen für Vögel auf Korfu zählt: Allein dort wurden über 150 Vogelarten nachgewiesen. Die Lagune trennt einen schmalen Dünenstreifen vom offenen Meer und prägt damit auch die vorgelagerten Sandstrände dieser Küstenregion.
Foto: Allesineinem, CC BY-SA 4.0, via Wikimedia Commons
Orientierung für die Strandwahl
Wer breite, gut erschlossene Sandstrände mit Infrastruktur sucht, findet sie eher im Norden rund um Sidari und Acharavi oder im Westen bei Agios Gordios. Ruhigere, kleinere Buchten wie Porto Timoni oder die Strände rund um Benitses eignen sich für Reisende, die abseits der größten Urlaubsorte unterwegs sein möchten. Die Anreise zu den einzelnen Regionen unterscheidet sich deutlich: Der Norden und Nordwesten sind über die Inselstraßen gut zu erreichen, Porto Timoni dagegen nur zu Fuß. Mehr zu den Verkehrsmitteln auf der Insel steht im Beitrag zur Anreise nach Korfu.
Häufige Fragen
Welche Strände auf Korfu haben die Blaue Flagge erhalten? Die Strände rund um Acharavi im Norden erhielten laut Wikipedia aufgrund ihrer Sauberkeit mehrfach die europäische Blaue Flagge.
Gibt es auf Korfu auch feinsandige Strände? Ja, etwa der Strand von Agios Georgios im Nordwesten mit drei Kilometern Sandstrand oder der Strand von Acharavi mit einer Sand-Kies-Mischung.
Welche Bucht ist auf Korfu nur zu Fuß erreichbar? Porto Timoni bei Agios Georgios ist nicht mit dem Auto erreichbar, der unbefestigte Fußweg von Afionas aus ist etwa einen Kilometer lang.
Wo liegt der Canal d’Amour auf Korfu? Der Canal d’Amour liegt am Ende eines langen Sandstrandes bei Sidari an der Nordküste und verbindet zwei kleine Buchten durch einen Felstunnel.
Welche Strände eignen sich für Wassersport? Sidari an der Nordküste bietet laut Wikipedia gute Bade- und Surfmöglichkeiten, auch die Bucht von Agios Georgios ist bei Wassersportlern beliebt.
Häufige Fragen
Welche Strände auf Korfu haben die Blaue Flagge erhalten?
Die Strände rund um Acharavi im Norden erhielten laut Wikipedia aufgrund ihrer Sauberkeit mehrfach die europäische Blaue Flagge.
Gibt es auf Korfu auch feinsandige Strände?
Ja, etwa der Strand von Agios Georgios im Nordwesten mit drei Kilometern Sandstrand oder der Strand von Acharavi mit Sand-Kies-Mischung.
Welche Bucht ist auf Korfu nur zu Fuß erreichbar?
Porto Timoni bei Agios Georgios ist nicht mit dem Auto erreichbar, der unbefestigte Fußweg von Afionas aus ist etwa einen Kilometer lang.
Wo liegt der Canal d'Amour auf Korfu?
Der Canal d'Amour liegt am Ende eines langen Sandstrandes bei Sidari an der Nordküste und verbindet zwei kleine Buchten durch einen Felstunnel.
Welche Strände eignen sich für Wassersport?
Sidari an der Nordküste bietet laut Wikipedia gute Bade- und Surfmöglichkeiten, auch die Bucht von Agios Georgios ist bei Wassersportlern beliebt.
Quellen und weiterführende Informationen
- Sidari, Wikipedia – abgerufen am 22. Oktober 2026
- Acharavi, Wikipedia – abgerufen am 22. Oktober 2026
- Agios Georgios (Voria Kerkyra), Wikipedia – abgerufen am 22. Oktober 2026
- Porto Timoni, Wikipedia – abgerufen am 22. Oktober 2026
- Paleokastritsa, Wikipedia – abgerufen am 22. Oktober 2026
- Agios Gordios, Wikipedia – abgerufen am 22. Oktober 2026
- Benitses, Wikipedia (englisch) – abgerufen am 22. Oktober 2026
- Gouvia, Wikipedia (englisch) – abgerufen am 22. Oktober 2026
- Kavos (Notia Kerkyra), Wikipedia – abgerufen am 22. Oktober 2026
- File:Gardeno Sandstrand.jpg, Wikimedia Commons – abgerufen am 22. Oktober 2026
- Korfu, Wikipedia – abgerufen am 22. Oktober 2026
